ESMA: Risiko für Investoren und Firmen

ESMA: Risiko für Investoren und Firmen

Nachdem in der vorangegangenen Woche die BaFin gegen ICOs gewettet hat (Artikel), legt nun die ESMA, die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde, nach. Die in Paris, Frankreich ansässige Behörde, welche unter anderem dafür zuständig ist Ratingagenturen zuzulassen, gibt eine Warnung an Anleger heraus: Investments sollen vorher eingehend studiert und auch verstanden werden.

ICO- Anleger begeben sich in Gefahr, ihr gesamtes investiertes Kapital zu verlieren. Grund hierfür ist die extreme Volatilität der herausgegebenen Tokens. Des Weiteren macht sich kaum ein Anleger über die Langfristigkeit eines Investments Gedanken. ICOs fallen unter Umständen nicht in den Anwendungsbereich von EU- Gesetzen und Verordnungen. Deshalb kann es im Nachhinein schwierig sein, im Streitfall Recht vor einem Gericht zu bekommen. Ein Weiterer Punkt ist die Schaffung von Möglichkeiten für Kriminelle Geld zu waschen und Betrügereien zu betreiben.

Was die ICOs / Unternehmen betrifft

Ein Weiterer Punkt im Formular ist, dass ICOs sehr wohl als Finanzinstrumente eingestuft werden könnten. Für Unternehmen wären dann folgende Punkte verpflichtend:

  • Die Prospektrichtlinie,
  • Die Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID),
  • Richtlinie über die Verwalter alternativer Investmentfonds (AIFMD); und
  • Die Vierte Geldwäscherichtlinie.

Firmen welche an ICOs beteilig sind, sollten eingehend prüfen ob ihre Tätigkeiten zu den regulierten Tätigkeiten zählen. Eine Nichteinhaltung würde in diesem Fall ein Gesetzesbruch bedeuten. Was dies für den Anleger bedeutet wird im Artikel nicht erwähnt.

Quelle: https://www.esma.europa.eu/press-news/esma-news/esma-highlights-ico-risks-investors-and-firms

By | 2017-11-18T12:41:35+00:00 November 16th, 2017|Infos|0 Comments

About the Author:

Leave A Comment