Erklärung: Was ist ein ICO?

Erklärung: Was ist ein ICO?

ICO´s: Kaum ein Begriff der Crypto-Szene wird momentan mehr gehypet als des ICO. Insgesamt wurden bis dato mehr als 1,5 Milliarden USD über blockchainbasierte Start-Ups eingesammelt. Ein wahrer Mainstream also. Doch was hat es mit dem initial coin offering auf sich und was steck dahinter?

In der heutigen Wirtschaftswelt haben Unternehmer die Möglichkeit Teile ihres Unternehmens an Privatpersonen und andere Investoren zu verkaufen um Kapital zu beschaffen. Dies nennt man initial public offering, kurz IPO oder Börsengang. Der Vorteil für Anleger besteht hierbei, dass die Anteile extrem günstig zu erwerben sind und wenn das Unternehmen durch das erlangte Kapital erfolgreicher wird, diese wieder mit Gewinn verkauft werden können.

Dieses Prinzip kann man auch auf die Blockchain-Welt übertragen und hierbei entsteht der ICO. Ein IPO und ein ICO verhalten sich weitgehend analog, bis auf zwei signifikante Unterschiede:

  1. Der ICO ist in vielen Fällen dezentralisiert. Dies bedeutet das oft keine Firma mit Firmenanschrift hinter dem Projekt steht. In diesem Fall gibt es „nur“ ein Zusammenschluss von Leuten welche das Projekt unterstützen, betreiben und verwalten.
  2. Ein ICO kann ohne weiteres eingeleitet werden. Es gibt in vielen Ländern keine regulierenden Behörden, welche das anstehende Projekt auf Rechtmäßigkeit überprüft und somit für Sicherheit sorgt, aber auf der anderen Seite einen ewigen Papierkrieg erzeugt an dem schon so manch ein Unternehmen gescheitert ist.

Der Token des ICO´s

Bei einem IPO bekommen die Investoren eine Aktie zugesprochen, bei einem ICO ist es der Token, doch welche Funktion hat dieser Token und was kann ich damit machen?

Es gibt zwei verschiedene Arten von Token, zu einem den Usage- Token und auf der anderen Seite den Work- Token.

Usage-Token treten hierbei als Währung auf und soll die Zahlung von verschiedenen Dingen vereinfachen und überhaupt erst möglich machen. Ein super Beispiel wäre hier der Bitcoin oder Ethereum. Der Work- Token hingegen verleiht dem Halter unter Anderem Rechte in einer bestimmten Umgebung. Zu erwähnen wäre hier das DAO-Projekt. Hier haben Tokenhalter die Möglichkeit über Projekt-Finanzierungen abzustimmen.

An einem ICO teilnehmen

Um an einem ICO teilzunehmen braucht es folgende Dinge: Erstens ein passendes Projekt, welches durchgehend geprüft wurde und von dem man überzeugt ist, dass es Gewinne abwirft. Zweitens verlangen die Projekt-Betreiber meistens eine Krypto- Währung um den Token zu bezahlen. In den meisten Fällen ist dies Ethereum. Vereinzelt werden auch Bitcoin oder Fiat- Währungen (Euro oder USD) akzeptiert. Als letztes benötigt man die „contract adress“ welche das Kapital verwaltet und Zahlungsein- und Ausgänge automatisiert. Wenn man also seine ETH an diese Adresse transferiert, wird dies verbucht und automatisch der Token returniert. Das ein passendes Wallet verwendet wird, wäre hier der letzte Punkt. In den Großteil der ICO´s wird der ERC20-Standart verwendet, hier wäre also wichtig, dass das verwendete Wallet dies unterstützt.

Unser Ziel soll es nun also sein, ein Unternehmen welches ein ICO durchführen will, genau unter die Lupe zu nehmen, eventuell den Token dann zu kaufen und nach einer gewissen Zeit wieder mit Gewinn zu verkaufen.

Wie wird ein ICO durchgeführt?

Zu aller erst kündigt das Team ein Projekt an und versucht die ersten Leute zu überzeugen. Ein Whitepaper, eine Art Verkaufsprospekt, zeigt alle Einzelheiten zum ICO auf und soll den potentiellen Investor informieren. Im besten Fall wird hier schon ein Hype ausgelöst, welcher sich wie von allein über soziale Medien verbreitet.

Zunächst wird der Token erzeugt. Dies bewerkstelligt sich eher einfach: es muss lediglich die Menge der Token, das Symbol (bei Bitcoin: BTC) und der Preis festgelegt und implementiert werden. Ist der Token erzeugt, geht es darum möglichst viele Leute und Investoren auf seine Seite zu bringen. Durch sogenannte Bounties (der Bounty, zu Deutsch: Kopfgeld) versucht das Team günstig Werbung gezielt zu platzieren. Hierbei werden User durch eine gewisse Menge der eigenen Tokens oder anderen Coins dazu bewegt, Artikel zu schreiben, auf Facebook und Co zu posten und die Whitepapers in verschiedenste Sprachen zu übersetzen und zu verbreiten.

Nun kann der tatsächliche ICO, also der Verkauf des Tokens beginnen.

Wenn der ICO die erforderliche Menge an Kapital eintreiben konnte, wird das Projekt angeleiert. Den zeitlichen Verlauf des Projekts zeigt das Team in einer sogenannten Roadmap auf. Wichtig ist hier die Involvierung eines Exchangers um wieder aus der Investition aussteigen zu können.

Zusammenfassung

  • ETH (oder Andere) bei einem Exchanger kaufen und auf sein passendes Wallets (z.B. ERC20: MyEthereumWallet) transferieren. Hier eine Kurze Anleitung.
  • ICO aussuchen und ETH an die richtige Adresse verschicken
  • Der smart contract überweise eigenständig den Token an die eigene Adresse zurück.
  • Wenn ein Exchange den Token anbietet kann er dort wieder zu Geld gemacht werden.
By | 2017-12-01T10:19:38+00:00 November 16th, 2017|Infos|0 Comments

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